AVB - Audio Video Bridging
Mit dem Siegeszug digitaler Netzwerke für Audio- und Video-Übertragungen wurde der bis anhin in analogen Übertragungen als noch annehmbar hingenommene Synchronitätsverlust plötzlich deutlich wahrnehmbar und untragbar. Die alten LAN Ethernet Netzwerke sind nicht schnell genug für die Übertragung der benötigen Datenmengen und deshalb nur begrenzt für AV-Übertragungen nutzbar.
Unter dem Begriff «Audio Video Bridging», kurz «AVB» wurde damit begonnen einen Standard zu entwickeln, der sowohl für professionelle als auch private Anwendungen geeignet ist. Dazu wird das Standard Ethernet mit zusätzlichen Eigenschaften erweitert:
- Präzise Synchronisation multipler Streams.
- Ein Reservierungsprotokoll, das es dem Empfangsgerät erlaubt, die notwendigen Übertragungsressourcen im Netzwerk für eine Datensendung fix zu «reservieren».
- Traffic Management zur Sicherstellung einer pünktlichen Datenübertragung im spezifizierten Zeitfenster.
- Identifikation AVB tauglicher und untauglicher Geräte im Netzwerk.
Hersteller und Entwicklungsstand
Eine Gruppe an Herstellern aus der IT-, Audio-, und Videoindustrie fördert die Entwicklung dieses lizenzfreien Netzwerkstandards. Dazu gehören nebst der HarmanPro Gruppe auch Broadcom, Cisco, Intel, Samsung, Meyer Sound, LabX, Xilinx, Avid und Marvell. Diese Firmen haben sich in der AVnu Alliance zusammengeschlossen und publizieren lesenswerte Grundlagendokumente und den Stand der Entwicklungen auf .
Die zu HarmanPro gehörenden Hersteller führen seit 2010 eine wachsende Anzahl von Geräten im Markt ein, welche die AVB-Technologie mit dem HiQnet Protokoll auf einer Plattform vereinen. So werden in Zukunft Systeme mit dem System Architect effizient konfiguriert und mit AVB physisch vernetzt. Das Crown Input Modul PIP-USP4 bildete hier den Anfang einer neuen Ära digitaler Audio-, Video- und Datennetzwerke.

